|
"Lore of Nén" ist energiegelanden. Ein kraftvoller, mächtiger Orchester-Sound erklingt bereits bei den ersten Tönen. Dann der Rückzug in vertraute atmosphärische Gesangsflächen, nur um die Sturmwellen kurz darauf erneut aufpeitschen zu lassen. So geschehen in "Journey", dem Auftakt-Song zu einer neuen Reise durch die bezaubernden Landschaften von ELANEs Fantasie-Welt Glenvore. Der Aufbruch in ein neues Land, das Verlassen der Heimat steht an.
Nicht nur in "The Night I left", auch im reellen Leben wurde Abschied genommen. Sängerin Joran verlässt im Herbst 2005 das geliebte Sauerland und zieht gen Süden. Und so stehen viele der Lieder auf "Lore of Nén" im Zeichen der Sehnsucht, der Suche nach einem neuen Zuhause. Sie sind aber auch gekennzeichnet von Fernweh.
Was verbirgt sich hinter dem Titel "Lore of Nén"?
Das englische Wort für "Sage" wird verbunden mit der Quenya-Bezeichnung für "Wasser". "Die Sage des Wassers", so könnte man den Albumtitel frei übersetzen. Die Verbindung der beiden Sprachen in einem Titel zeigt, dass ELANE auch sprachlich neue Wege gehen. Waren bislang alle Texte in englischer Sprache verfasst, so finden sich auf "Lore of Nén" ein Lied in deutscher Sprache ("Licht") sowie eines in Englisch und Quenya ("Nen ar Tasar" = "Das Wasser und die Weide").
Neue Wege werden nicht nur in instrumentaler oder sprachlicher Hinsicht eingeschlagen, auch der Soprangesang der Gastmusikerin Neniel Tindómerel erweitert ELANEs Musik um einen erfrischenden neuen Aspekt.
Alles in allem ein intensiv mystisches Album mit vielen neuen Melodien, Geheimnissen und Klängen.
|